High Performance Incircuit- und Funktionstestsysteme - Testsysteme nicht nach umbautem Raum qualifizieren
Dass das Testen von elektronischen Flachbaugruppen aufgrund ihrer hohen Fehlerrate während der Produktion ein absolutes Muss ist, ist eine bekannte Tatsache und es sollte dazu Lösungen geben, die die notwendige Prüfschärfe, Leistungsfähigkeit, möglichst geringe Investition bei gleichzeitig einfacher Programmierung vereinen.
Über viele Jahrzehnte hat die Gigantomanie in Sachen Testsysteme für elektronische Flachbaugruppen ihren Weg genommen. Dazu gehörte vor 30 Jahren die Trennung des Incircuittests vom Funktionstest, die diese leider sehr notwendige Angelegenheit des Testens noch teurer und noch unwirtschaftlicher gemacht hat. Die Preise der Testsysteme sind heute in der Regel immer noch weit über 150.000 Euro angesiedelt, wobei der umbaute Raum in m3 das Maß aller Dinge zu sein scheint. Die Konstruktionen dieser Testsysteme stammen aus der Zeit, als der Banken- und Großcomputer IBM360 ganze Räume vereinnahmt hat, wobei die Leistung heute von jedem mittelmäßigen Laptop weit überschritten wird. Es ist daher absolut unverständlich, dass heute noch mehrere m3 Luft verkauft werden, die ein veraltetes, in seiner Technologie vor etwa 20 Jahren beheimateten Testsystem umschließt. Wie wir alle wissen, hat die Software einen großen Teil der Hardware verdrängt, mit dem Vorteil, dass sie entsprechend leicht anzupassen ist und neuesten Technologien positiv zur Seite steht.
Wir haben daher unsere Testsysteme in kompaktester Form entwickelt und aufgebaut und soweit wie möglich in Software-ladbarer LSI-Technologie ausgeführt, um 1. Raum zu sparen, 2. die Energie und damit Wärme und Geräuschpegel zu reduzieren und Geschwindigkeit zu erhöhen, da nur in LSI-Techniken, dank der kürzesten Wege im IC, hohe Schaltzeiten erreicht werden, was beim Zusammensetzen von SmallScale oder MediumScale Integrationen einfach nicht möglich war. 3. Die Lebensdauer und Zuverlässigkeit wurde dadurch enorm verlängert.
Die Kosten konnten dadurch enorm gesenkt werden bei gleichzeitig höherer technischer Performance und Geschwindigkeit, was den Nutzern unserer Testsysteme in jedem Fall entgegenkommt.
Die Mehrheit aller Dienstleister arbeiten bereits mit unseren Testsystemen, weil gerade diese Anwendergruppe nie weiß, was morgen an Prüftechnologie benötigt wird und durch das moderne, nach vorne weisende Konzept der Firma Reinhardt höchste Flexibilität für Incircuit, Funktions-, Leistungs- und Stromversorgungstest besitzt.
Durch die kompakte Bauweise unserer Testsysteme ist es ein Leichtes, unsere Testsysteme auch an Dienstleister zu übergeben, die keine eigenen Testsysteme haben, da dafür nicht einmal klimatisierte Räume oder besonderer Platz notwendig sind. Ein normaler Arbeitstisch, wie er in allen Fertigungsbetrieben üblich ist, kann unser Testsystem einschließlich Adaption aufnehmen, um so die Endprüfung nach der Fertigung vorzunehmen. Das Wichtigste an unseren Testsystemen ist jedoch die einfache und praxisnahe Programmerstellung, die im Incircuittestbereich mit typisch 3-5 Stunden angesetzt werden kann und im Funktionstestbereich 1 bis max. 2 Tage so gut wie nie überschreiten wird. Mit einer Schulung von 7 Stunden für einen Facharbeiter ist diese Testsystemfamilie voll programmierbar, sodass in kürzester Zeit getestet werden kann. Die Voraussetzung dafür ist jedoch die Adaptererstellung. Die Adaptererstellung hat verschiedene Adaptersysteme zur Grundlage und ist die kostengünstigste Lösung, die weltweit zur Zeit angeboten wird, wobei die Kosten für die Trägerplatte bei 100 Euro liegen und die Kosten für Befestigungsmaterial, Stifte und Verdrahtung per WireWrap mit der Platte selten 500 Euro übersteigen werden. Nach unseren Erfahrungen gelten mit Hilfe unseres Adaptererstellungssystems 3-5 Stunden für die Adaptererstellung als typisch. Durch die leider geringen Stückzahlen, d.h. Losgrößen zwischen 100 und 500, die in Deutschland typisch sind, ist eine wirtschaftliche Testung erst so möglich geworden. Die vielen Testsysteme, welche mehrere m3 umbauten Raum besitzen und aufwändigste Software, veraltetete und überholte Hardware mit extremen Einschränkungen haben, sind zwar sehr beeindruckend, um damit Kunden zu werben. Sie sind jedoch vollkommen unwirtschaftlich, denn wir alle leben am Ende doch nur vom Ertrag unseres Unternehmens, der bei dieser Art von Testsystemen extrem reduziert wird. Ein weiterer Vorteil der REINHARDT-Testsysteme ist die grafische Fehlerortung auf dem Bildschirm, entweder am Gerät oder an dezentralen Reparaturstationen, die einfach auf einen Standard-PC aufgespielt wird, um dann vollgrafisch den Fehlerort anzuzeigen. Das gilt für die Fehlerklasse Nr. 1, Lötfehler, und für die Fehlerklasse Nr. 2, Bestückungs- und Bauteilfehler, was damit in wenigen Minuten realisiert werden kann und nochmals weitere Kosten im Bereich der Produktion von elektronischen Flachbaugruppen spart.
Der Einsatz unserer Testsysteme in Qualitätsmanagementsystemen, Netzwerken, aber auch in Softwareumgebungen wie Tecnomatix ist eine weitere Möglichkeit, unsere Geräte optimal einzusetzen und sie im Stand der Technik zu nutzen.
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© 21.06.2004