Kostengünstige Funktionstestadapter zum Testen von elektronischen Flachbaugruppen im Europa-, Doppeleuropaformat oder anderen Formaten
Gerade bei Instandsetzungsaufgaben ist der Funktionstest eine der wesentlichen Testarten, die eingesetzt werden. Der Incircuittest wird in vielen Fällen nur begrenzt eingesetzt, da ein großer Teil der Baugruppen mit Schutzlack versehen ist, sodass es dann nicht mehr möglich ist, mit gefederten Kontaktstiften zu kontaktieren. Ein weiterer Punkt ist z.B. nach der Fertigung, dass man natürlich auch die Steckersysteme, die den Prüfling umgeben, sicher prüfen muss, was nur möglich ist, wenn der Prüfling angesteckt getestet wird.

Für diesen Bereich haben wir einen speziellen Prüfadapter entwickelt. Er hat den Vorteil, dass er durch seine geringe Baugröße auf unsere Testsysteme ATS-MFT 480, ATS-MFT 500, ATS-KMFT 460, ATS-KMFT 470 und ATS-PCMFT 600 aufgesteckt werden kann. Wir haben für diese Aufgaben zwei Modelle entwickelt, den Typ 41 und den Typ 43. Beide Adapter sind optimal für den Funktionstest geeignet.

Die beiden Bilder verdeutlichen den Aufbau der Adapter Typ 41 und Typ 43. Nachdem jede Baugruppe eine eigene Beschaltung hat, muss diese Beschaltung durch einen Wechseladapter, wie wir ihn beim Typ 43 benötigen, aufgebaut und verdrahtet werden. Die eigentliche Steckvorrichtung besteht aus einer VG-Leiste oder bei Doppeleuropakarten zwei VG-Leisten, deren Abstand nach DIN aufgebaut ist. Die eigentliche Rangierung der Quellen und der Messkanäle wird innerhalb der Schublade verdrahtet. Eine solche Schublade wird per WireWrap verdrahtet. So werden die entsprechenden Quellen, Generatoren, Stimulierungsmatrixkanäle, Messmatrixkanäle und Sondermodule angeschlossen. Die Verdrahtungsarbeit dauert ein bis zweiStunden, je nach Größe und erlaubt den kompletten Wechsel der Schublade, sodass eine Rüstzeit von weniger als 1 Minute benötigt wird. Der Stecker, mit dem der Prüfling kontaktiert wird, ist mit einem Gelenk ausgestattet, sodass man die Baugruppe stehend von der Vorderseite sieht. Bei Sondermessaufgaben und Fehlersuche kann man sie mit der Probe nach vorne umklappen, sodass die Lötseite sichtbar und eine problemlose Messung auf den Leiterbahnen möglich ist.
Der Adapter Typ 41 hat einen wesentlich kürzeren Kasten, der über eine Einmalschnittstelle mit 22 Steckern verbunden wird. Auf der Vorderseite befindet sich ähnlich wie beim Typ 43 die Steckeraufnahme. Auch diese Steckeraufnahme kann nach vorne geklappt werden, um so auch hier auf der Leiterbahnseite Messaufgaben durchzuführen. Die Rangierung der Anschlüsse von den Quellen, Generatoren, Stimulierungsmatrixkarten, Messmatrixkarten und der weiteren Stimulierungs- und Messmodule erfolgt über einen Rangierblock. Dieser Rangierblock, bestehend aus 8 VG-Leisten, wird auf der Oberseite des Prüfadapters Typ 41 aufgesteckt. In diesem Rangierblock wird ähnlich wie beim Typ 43 über WireWrap verdrahtet, um so für jeden Prüfling einen individuellen Rangierblock zu haben, der beim Wechsel des Prüflingstyps ebenfalls gewechselt wird.

Für beide Funktionsprüfadapter haben wir in Verbindung mit der Eagle-Layoutsoftware eine Verdrahtungshilfe geschaffen, sodass die Verdrahtung in wenigen Minuten erstellt werden kann. Das Ergebnis kann später zur Erstellung der Verdrahtung genutzt werden und vor allen Dingen als Dokumentation für die Adapterverdrahtung als Referenz gesichert werden. Leider wird bei den meisten Prüfadaptern, ob Incircuit oder auch wie bei unserem Fall Funktion, keinerlei Dokumentation erstellt, sodass bei Verlust durch Vandalismus, Diebstahl, Feuer oder Wasser die Adaptererstellung vollkommen neu erfolgen muss. In Folge dessen muss die Prüfprogrammerstellung, nachdem eben keinerlei Daten mehr vorhanden sind, ebenfalls neu erstellt werden. So entstehen extrem hohe Kosten, die man durch dieses Konzept auf ein Minimum reduzieren kann. Die Nutzung dieser Software ist bei unseren Adapterkonzepten kein Muss, empfiehlt sich jedoch, da man damit die Möglichkeit schafft, auch einer zweiten oder dritten Person bei Programmänderung durchaus die Verdrahtung geistig zur Hilfe zu nehmen und diese Änderung in wenigen Minuten zu verwirklichen.
Mit diesen Adaptionskonzepten ermöglichen Sie in Ihrem Testbereich eine sichere und zuverlässige Kontaktierung, das zu jedem Zeitpunkt die Überprüfung dieser Kontaktierung erlaubt. Durch die saubere Zugänglichkeit und Platzierung des Prüflings wird im Prüf- und besonders im Reparaturfall durch die einfache und komfortable Zugänglichkeit viel Zeit gespart und damit die Kosten gesenkt.
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© 18.09.2002